{"id":2057,"date":"2025-01-16T08:13:44","date_gmt":"2025-01-16T07:13:44","guid":{"rendered":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/?post_type=projekte&#038;p=2057"},"modified":"2026-04-13T10:55:10","modified_gmt":"2026-04-13T08:55:10","slug":"oebb-2","status":"publish","type":"projekte","link":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/projekte\/oebb-2\/","title":{"rendered":"\u00d6BB Innovation Factory"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Herzen von Wien findet in der \u00d6BB Open Innovation Factory eine transformative Reise statt. Der im M\u00e4rz 2023 er\u00f6ffnete Innovation Hub in der neuen \u00d6BB-Zentrale ist nicht einfach nur ein physischer Ort. Er ist das Epizentrum einer Vision \u2013 \u201eMobility as a Commons\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie eine Besucherin treffend bemerkte: \u201eDie \u00d6BB haben mit diesem Raum einen mutigen Schritt getan!\u201c Und sie muss es wissen, denn sie ist bei einem der innovativsten Immobilienentwickler Europas f\u00fcr Innovationen zust\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist die Geschichte hinter der Open Innovation Factory und welche Rolle spielte theLivingCore dabei? Lesen Sie weiter und finden Sie es heraus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Mobilitatsmanifest<\/h2>\n\n\n\n<p>Von 2019 bis 2020 entwickelte das Open Innovation Team der \u00d6BB gemeinsam mit verschiedenen externen Stakeholdern das Mobilit\u00e4tsmanifest, das als Gr\u00fcndungsdokument f\u00fcr eine breite Mobilit\u00e4ts-Community dienen sollte: etablierte Unternehmen, Start-ups, Organisationen aus dem \u00f6ffentlichen Sektor und der Wissenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ziele:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Impulse f\u00fcr neue Mobilit\u00e4tskonzepte geben und<\/li>\n<li>die Mobilit\u00e4t in \u00d6sterreich mit dem Fokus auf Klimaschutz und soziale Verantwortung weiterentwickeln.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die \u00d6BB verfolgten bereits seit mehreren Jahren eine Strategie der Standortkonsolidierung und fanden schlie\u00dflich in der Lassallestra\u00dfe eine geeignete Immobilie: Die neue Zentrale umfasst rund 46.000 Quadratmeter und bietet Platz f\u00fcr 1.700 \u00d6BB-MitarbeiterInnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sind wir an dieses Projekt herangegangen, um der \u201cCommunity Creates Mobility\u201d ein Zuhause und einen Raum f\u00fcr Innovation zu geben?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist der Purpose? \u2013 Orientierung geben f\u00fcr strategische Entscheidungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Als Peter, der Leiter des Open Innovation Teams der \u00d6BB, uns einlud, den gesamten Designprozess zu konzipieren und umzusetzen, wollten wir zun\u00e4chst Klarheit \u00fcber den Zweck des Raums sowie die Zielgruppe schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies war der erste wichtige Meilenstein im Projekt und die Entscheidung fiel uns nicht leicht, denn sie warf vor allem organisatorische und kulturelle Fragen auf, wie zum Beispiel:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wie kann innerhalb einer etablierten, staatlichen Organisation ein Mentalit\u00e4tswandel hin zu Zusammenarbeit, Agilit\u00e4t und Prototyping erreicht werden?<\/li>\n<li>Wie offen k\u00f6nnen wir einen Raum gestalten, der sich in einem Geb\u00e4ude mit \u00d6BB-Branding befindet?<\/li>\n<li>Wie werden Personen, die nicht bei den \u00d6BB besch\u00e4ftigt sind, Zugang zu diesem Raum haben?<\/li>\n<li>Kann der Raum anders aussehen als die umliegenden B\u00fcros?<\/li>\n<li>Wie sollen die Regeln der Zusammenarbeit aussehen? Gibt es einen \u201eVerhaltenskodex\u201c, an den sich alle, die dort arbeiten, halten m\u00fcssen?<\/li>\n<li>Sollen Besprechungsr\u00e4ume buchbar sein \u2013 wenn ja, f\u00fcr welchen Zweck?<\/li>\n<li>Kann man vorbeikommen und \u201ceinfach so\u201d dort arbeiten? Und wenn ja, ist der Kaffee dann kostenlos?<\/li>\n<li>Wie gehen wir mit Fragen zu Accessibility und Sicherheit um?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/spaces\/\">Die Gestaltung eines neuen Ortes<\/a> ist eine einzigartige M\u00f6glichkeit, organisatorische Ver\u00e4nderungen zu initiieren. Die Ver\u00e4nderungen in der Organisation werden durch den Raum unterst\u00fctzt und manifestieren sich in ihm. Eine erfolgreiche und nachhaltige Raumgestaltung erfordert Klarheit dar\u00fcber, wohin die Organisation gehen will, was sie erreichen will und worauf die Arbeit ausgerichtet sein soll.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Unknown.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kernprozessmodell<\/h2>\n\n\n\n<p>Unsere St\u00e4rke ist es, eine hochkomplexe Zielsetzung in ein komprimiertes Kernprozessmodell zu gie\u00dfen. Dieses Kernprozessmodell:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>beschreibt eine Organisation und ihre Ziele auf einer hochgradig aggregierten Ebene und erfasst das Wesentliche des Ziels, ohne seine Komplexit\u00e4t aus den Augen zu verlieren.<br>\nstellt die Essenz der Absichten, Aktivit\u00e4ten, Beziehungen und Zukunftspotenziale einer Organisation dar.<\/li>\n<li>ist der Masterplan, auf dem alle nachfolgenden Realisierungsschritte basieren (wie Architektur, Innenarchitektur, Betriebsmodell, Kommunikation, Strategie, Organisationsdesign usw.).<\/li>\n<li>Basierend auf unseren Recherchen, generativen Interviews und Co-Creation-Workshops mit Stakeholdern haben wir 5 Kernprozesse f\u00fcr die \u00d6BB Open Innovation Factory vorgeschlagen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/innovation-factory-2.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kernprozess 1: Anziehen und willkommen hei\u00dfen<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei diesem Kernprozess geht es darum, Menschen willkommen zu hei\u00dfen und sie in die Gemeinschaft einzuladen. Ziel ist es, Neugierde zu wecken und den Wunsch, Innovationen zu entwickeln, zu lernen und sich \u00fcber Mobilit\u00e4t auszutauschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Kernprozess als Besucher zu erleben ist deshalb so wichtig, weil:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Neues und Innovation immer mit einer gewissen Unsicherheit verbunden sind. Umso wichtiger ist es, die Menschen authentisch willkommen zu hei\u00dfen und ihnen ein Gef\u00fchl der Sicherheit zu geben, im Sinne von \u201eWir freuen uns, dass du mutig genug bist, hier zu sein.\u201c<\/li>\n<li>Innovation oft nicht greifbar ist. Hier bietet sich die Gelegenheit, Innovation niederschwellig zu erleben: \u201eInnovation zum Anfassen\u201c, die Lust macht, selbst innovativ zu sein.<\/li>\n<li>F\u00fcr erfahrene Innovatoren ist dieser Kernprozess wichtig, weil er ein Gef\u00fchl der \u201eintellektuellen\/kulturellen Heimkehr\u201c schafft \u2013 sie erkennen: Das ist anders, das ist etwas Besonderes, hier kann ich \u00fcber Dinge nachdenken, die ich in meiner Organisation nicht denken k\u00f6nnte, und ich kann Menschen treffen, die ich anderswo nicht treffen w\u00fcrde.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/innovation-factory-3.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kernprozess 2: Eine kreative Gemeinschaft aufbauen<\/h2>\n\n\n\n<p>In diesem Kernprozess geht es um die aktive Entwicklung einer Gemeinschaft rund um Innovation und Mobilit\u00e4t \u2013 in erster Linie durch ein gemeinsames Ziel, aus dem heraus Mobilit\u00e4tsinnovationsprojekte entstehen. Er erfordert aber auch besondere soziale Rituale und Artefakte (Learning Journeys, Mobilit\u00e4tsmanifest, besondere Veranstaltungsformate usw.).<\/p>\n\n\n\n<p>Damit dieser Kernprozess funktioniert, m\u00fcssen sich Personen aus dem \u00d6BB Open Innovation Team darum k\u00fcmmern, die besten Mitglieder f\u00fcr Innovationsteams zu suchen, zu verbinden und konsequent zu unterst\u00fctzen. Heterogene Teams (Bildung, Organisationen, Interessen) brauchen n\u00e4mlich Zeit und Raum, um ein gemeinsames Mindset und einen von allen getragenen Innovationsansatz \u201eauszuhandeln\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Open Innovation Factory macht dies m\u00f6glich. Durch die Community haben alle Beteiligten Zugang zu multidisziplin\u00e4rem Know-how\u2026 und sie f\u00f6rdert das Miteinander.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/innovation-factory-4.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kernprozess 3: Einen offenen Geist kultivieren<\/h2>\n\n\n\n<p>Hier geht es darum, Menschen auf ganzheitliche Weise \u00fcber Innovation aufzukl\u00e4ren. Dies kann nicht durch traditionelle Innovationsschulungen (gem\u00e4\u00df einem vordefinierten Kurskatalog) geschehen. Was sind Kriterien eines Angebots um offene innovative Geister zu formen?<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sie muss projektbasiert sein, durch einen Innovationskontext ausgel\u00f6st werden und ad hoc stattfinden.<\/li>\n<li>Die behandelten Themen sind topaktuell und werden in den \u00d6BB noch nicht angeboten (z.B. Training und Austausch zu Organisationstheorie, Entrepreneurship und (Innovations-)Coaching).<\/li>\n<li>Die \u201eKursformate\u201c sind anregend und haben \u201eLaborcharakter\u201c, es wird viel experimentiert und das Lernen miteinander und voneinander steht im Vordergrund.<\/li>\n<li>Das Ziel ist nicht nur das Erlernen neuer F\u00e4higkeiten und Methoden, sondern auch die Erm\u00f6glichung pers\u00f6nlicher Ver\u00e4nderungen auf der Ebene der Einstellungen und Denkweisen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Dieser Kernprozess soll auch Menschen anziehen, die nicht an Projekten arbeiten. Er verleiht dem Raum einen pulsierenden und lebendigen Geist. Das Gelernte wird sofort in Projekten angewandt und\/oder in die Welt und in die eigene Organisation hinausgetragen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/innovation-factory-5.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kernprozess 4: Projekte ko-kreativ und gemeinschaftlich umsetzen<\/h2>\n\n\n\n<p>Wie k\u00f6nnen wir Antworten auf komplexe globale Probleme finden und Innovationen f\u00fcr eine unsichere, unvorhersehbare und sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernde Zukunft entwickeln?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n\n<p>\u2026 Innovation ist nicht so sehr von der kreativen T\u00e4tigkeit eines einzelnen Akteurs\/Innovators abh\u00e4ngig. Wir sollten die Dinge andersherum betrachten: wenn wir eine sich entfaltende Realit\u00e4t ergebnisoffen und zielgerichtet gestalten wollen, m\u00fcssen wir anerkennen, dass wir die epistemische Kontrolle aufgeben und uns auf einen emergenten Prozess des gemeinsamen Werdens und des gemeinsamen Gestaltens mit Zukunftspotenzialen einlassen m\u00fcssen. \u2013 Markus Peschl<\/p>\n\n\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Gemeinschaft konzentriert sich darauf, zukunftsweisende Themen der Mobilit\u00e4t zu identifizieren und Projekte zu entwickeln, um die Zukunft zu gestalten. Die Ergebnisse solcher Projekte sollen einen gesellschaftlichen Wert schaffen und \u00fcber den Nutzen f\u00fcr den Einzelnen hinaus wirksam sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Traditionelle Innovationsans\u00e4tze sind daf\u00fcr nicht das richtige Instrument, da sie von vornherein stark l\u00f6sungsorientiert sind oder sich oft auf bestehende Nutzer konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Kernprozess zielt darauf ab, Raum zu schaffen, um das Bestehende zu unterbrechen. Er zielt darauf ab, ein \u201e\u00d6kosystem\u201c zu schaffen, in dem mehrere wichtige Akteure und L\u00f6sungen (Produkte, Dienstleistungen, Gesch\u00e4ftsmodelle usw.) vorangebracht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Kernprozess ist ziemlich \u201eknifflig\u201c und das \u00d6BB Open Innovation Team arbeitet derzeit an der Definition des richtigen Innovationsansatzes, um eine Explorationsphase in den Innovationsprozess zu integrieren: Hier geht es darum, \u201evon der Zukunft zu lernen\u201c, Potenziale zu erkennen, die richtigen Forschungsfragen zu formulieren und hochrelevante Themen (&gt;10 Jahre) festzulegen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Unknown-1.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kernprozess 5: Mobilit\u00e4tsinnovationen in die Welt bringen<\/h2>\n\n\n\n<p>Innovationsprojekte brauchen zu Beginn einen \u201esicheren Raum\u201c, damit neu entstehendes Wissen (Intuitionen, Potenziale) gesch\u00e4rft, entwickelt und getestet werden kann. Irgendwann ist es jedoch an der Zeit, die Innovation in die Welt zu tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist eine kritische Phase, in der das Neue oft an der Dominanz des Bestehenden zu scheitern droht (z. B. weil es nicht verstanden wird, weil es be\u00e4ngstigend ist, weil es zu schwer umsetzbar erscheint usw.). Diese Phase erfordert eine sehr spezifische und gezielte Unterst\u00fctzung und die Einbeziehung der relevanten Interessengruppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Kernprozess ist wichtig, weil er ein starkes Bindemittel f\u00fcr die Mobilit\u00e4tsgemeinschaft ist (Gemeinschaften l\u00f6sen sich oft auf, weil nichts Greifbares herauskommt oder keine Wirkung erzielt wird).<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn das Ziel der Gemeinschaft darin besteht, einen sozialen Nutzen zu schaffen, muss der Schwerpunkt darauf liegen, die Ergebnisse der Projekte in die Gesellschaft (\u00d6ffentlichkeit, Unternehmen, Universit\u00e4ten usw.) zu tragen. Bei den Ergebnissen handelt es sich jedoch nicht nur um Produkte oder Dienstleistungen, sondern auch um ver\u00e4nderte Verhaltensweisen, Einstellungen oder Wertesysteme.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Space Design und Zoning for Impact<\/h2>\n\n\n\n<p>Sabine Prettenhofer ist die Kuratorin des \u00d6BB Innovation Space. Sie ist erst Ende 2022 zum Open Innovation Team gesto\u00dfen und hat daher die Entstehung des Raums nicht im Detail miterlebt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich mit ihr \u00fcber das Kernprozessmodell und dessen Zusammenhang mit dem Raum sprach, war ihre erste Reaktion: \u201eJetzt bin ich wirklich erleichtert, dass es einen so fundierten Hintergrund f\u00fcr das gibt, was ich zum Teil schon intuitiv mache. Das er\u00f6ffnet eine ganz neue Perspektive, wie wir die Factory entwickeln k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann erz\u00e4hlt Sabine von einer Studentin von der Technischen Universit\u00e4t Wien, die jede Woche in die Factory kommt. Sie bringt immer andere Studenten mit und sie arbeiten an Projekten zur Planung des \u00f6ffentlichen Raums.<\/p>\n\n\n\n<p>Und Sabine erz\u00e4hlt vom Verein \u201ePlatz f\u00fcr Wien\u201c, der sich hier einmal in der Woche trifft. \u201eDie m\u00fcssten sonst ins Kaffeehaus gehen, weil sie kein Budget f\u00fcr ein B\u00fcro haben, und hier haben sie perfekte Arbeitsbedingungen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sabine ist begeistert, dass die \u00d6BB solchen Menschen und Initiativen Raum bieten: \u201eEs ist wichtig, dass es solche Orte f\u00fcr Menschen und Institutionen gibt, die Projekte vorantreiben, die f\u00fcr uns alle wichtig sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Unknown-2.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zonierung<\/h2>\n\n\n\n<p>Ausgehend von den Bestandspl\u00e4nen und den geplanten Kernaktivit\u00e4ten haben wir uns an die Zonierung des Raumes gemacht:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Wo sollte jeder Kernprozess stattfinden? Und warum?<\/li>\n<li>M\u00fcssen einige von ihnen nebeneinander liegen?<\/li>\n<li>Welche Atmosph\u00e4re und Qualit\u00e4ten soll jede Zone haben? Laut \u2013 leise, offen \u2013 geschlossen, anregend \u2013 beruhigend?<\/li>\n<li>Wo sollten die einzelnen Zonen sein?<\/li>\n<li>M\u00fcssen einige von ihnen nebeneinander liegen?<\/li>\n<li>Welche Atmosph\u00e4re und Qualit\u00e4ten sollte jede Zone haben? Laut \u2013 leise, offen \u2013 geschlossen, anregend \u2013 beruhigend?<\/li>\n<li>Wo sollen die einzelnen Zonen ineinander \u00fcbergehen?<\/li>\n<li>Wie sollen die \u00dcberg\u00e4nge gestaltet werden \u2013 klar abgrenzend oder flie\u00dfend?<\/li>\n<li>Wie kann die Gestaltung Orientierung und Klarheit \u00fcber den Zweck des Raumes geben?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Arbeitsweise vermittelt uns ein Gef\u00fchl f\u00fcr den gesamten Raum und hilft uns zu pr\u00fcfen, wie kognitive und soziale Prozesse integriert sind. In dieser Phase gehen wir sehr ins Detail, aber nicht, wie es oft der Fall ist, mit Vorschl\u00e4gen f\u00fcr die Anordnung der M\u00f6bel.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir denken im Detail \u00fcber m\u00f6gliche menschliche Interaktionen nach und planen \u201eKollisionen des Wissens\u201c. Wir entwerfen den Raum als kognitive und emotionale Landkarte der zuk\u00fcnftigen Nutzer.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/innovation-factory-8.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<p>Zu diesem Zweck erstellen wir auch Moodboards, die die wichtigsten Aktivit\u00e4ten der einzelnen Bereiche und die am h\u00e4ufigsten anzutreffenden Nutzer sowie Designelemente, Farbschemata und allgemein die gew\u00fcnschte Atmosph\u00e4re enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn genau wie in einer Stadt bewegen wir uns in einem B\u00fcroraum nicht nur aufgrund von faktischen Markierungen (Stra\u00dfennamen, Hausnummern usw.). Unsere Wege werden ma\u00dfgeblich emotional und k\u00f6rperlich gesteuert, indem wir unbewusst auf Fragen wie \u201eWie riecht es in einer bestimmten Umgebung?\u201c, \u201eIst es dort hell oder dunkel?\u201c oder \u201eF\u00fchle ich mich lebendig?\u201c reagieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Unknown-3.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prototyping, Herausforderungen und zuk\u00fcnftige Nutzerbed\u00fcrfnisse<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir widmeten uns dann den Nutzeranforderungen, M\u00f6belpl\u00e4nen und Geb\u00e4udespezifikationen. Diese Projektphase war (wie fast immer bei Raumplanungsprojekten) durch ein \u201eHin und Her\u201c zwischen dem Kunden, den k\u00fcnftigen Nutzern, dem Architekten, den Subunternehmern usw. gekennzeichnet. Unserer Erfahrung nach f\u00fchrt dies h\u00e4ufig zu Interessenkonflikten.<\/p>\n\n\n\n<p>Projekte geraten in dieser Phase oft ins Stocken, oder es werden Entscheidungen revidiert und Details in scheinbar endlosen Diskussionen verhandelt. Dies geschieht, weil die Frage \u201eWas soll hier wie passieren?\u201c im Vorfeld oft nicht beantwortet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kernprozessmodell und die Moodboards gaben Orientierung und dienten als Korrektiv im Entscheidungsprozess.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir betrachten das Prototyping von M\u00f6beleinstellungen und Arbeitsabl\u00e4ufen als einen wichtigen Teil der Gestaltung eines funktionalen Raums. F\u00fcr die \u00d6BB Innovation Factory war der Projektraum ein Ort, den wir im Detail prototypisieren wollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Basierend auf dem Kernprozess \u201eCo-Creating Projects Together With the Community\u201c schlugen wir also ein r\u00e4umliches Setting vor, das die Schaffung mehrerer Projektinseln erm\u00f6glicht, die verschiedenen Projektteams der \u00d6BB und der Community f\u00fcr mehrere Wochen, Monate oder sogar Jahre einen Arbeitsplatz bieten. Die Idee war, nicht getrennte, feste R\u00e4ume zu haben, sondern dass sich ein Projektteam eine kleine Insel schafft, die mit dem Projekt wachsen kann. Diese Insel sollte einerseits als Homebase f\u00fcr die Projektmitglieder dienen, aber auch eine Kommunikationsfunktion nach au\u00dfen haben. Das hei\u00dft, andere Projektteams sollten sich z.B. durch Aush\u00e4nge \u00fcber das Projekt informieren k\u00f6nnen. Der Leitgedanke war, dem Projektteam das zur Verf\u00fcgung zu stellen, was es in diesem Moment braucht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/innovation-factory-10.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<p>Obwohl unser Kunde die Idee der Projektinseln sehr interessant fand, entschied er sich letztlich, diesen Bereich der Open Innovation Factory unvollendet zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und warum? Weil ihnen noch nicht klar war, wie viele Projektteams tats\u00e4chlich an diesem Bereich interessiert sein w\u00fcrden und welche Unterst\u00fctzungsleistungen das Open Innovation Team anbieten k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hielten das f\u00fcr eine mutige Entscheidung \u2013 und sie hat sich als richtig erwiesen. Jetzt ist die Nachfrage nach diesem Raum gro\u00df, und die Projektteams entwerfen ihre eigenen Projektinseln aus den vorhandenen M\u00f6beln, die das Open-Innovation-Team zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine wunderbare Gelegenheit zu beobachten, was die Teams wirklich brauchen, und dann die M\u00f6bel entsprechend einzurichten.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dieser Monate waren unser Architekt Didi und unsere Interior Designerin Isi mindestens einmal pro Woche vor Ort, um zu koordinieren oder mitzuhelfen. Aus unserer Sicht ist dieser Aufwand f\u00fcr den Erfolg eines so gro\u00dfen Projekts absolut notwendig, denn Details sind wichtig und entscheiden oft dar\u00fcber, ob und wie ein Raum von den Nutzern angenommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Und es ist auch schon vorgekommen, dass bereits installierte Leuchten demontiert und durch angenehmere Beleuchtungsk\u00f6rper ersetzt wurden\u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/innovation-factory-11.webp\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tag der Er\u00f6ffnung: Enth\u00fcllung der \u00d6BB-Innovationsleistung<\/h2>\n\n\n\n<p>Als die <a href=\"https:\/\/openinnovation.oebb.at\/de\/spaces\/factory\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00d6BB Open Innovation Factory<\/a> an ihrem offiziellen Er\u00f6ffnungstag zum Leben erwacht, liegt eine elektrische Energie in der Luft. Die bunt gemischte Menge an Besuchern erkundet die Feinheiten des Welcome Space und bestaunt die \u00fcberragende Pr\u00e4senz des Baumriesen. Wir h\u00f6ren das Gefl\u00fcster der Bewunderung unter den beeindruckten Gesichtern: \u201eDieser Raum ist einzigartig\u201c, \u201eDie \u00d6BB haben sich etwas getraut\u201c, \u201eHier w\u00fcrde ich gerne arbeiten\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Worte sind mehr als eine Reaktion. Sie sind das Ergebnis monatelanger gemeinsamer Anstrengungen und die Verwirklichung einer k\u00fchnen Vision. Unser herzlicher Dank gilt Peter Schindlecker und seinem engagierten Team sowie all jenen, die ma\u00dfgeblich dazu beigetragen haben, dieses Projekt ins Leben zu rufen. Es ist nicht nur ein Raum. Es ist ein Zeugnis f\u00fcr Innovation, ein Zentrum f\u00fcr transformative Ideen und eine Leinwand f\u00fcr zuk\u00fcnftige M\u00f6glichkeiten. Wir danken Peter und seinem Team f\u00fcr ihr Vertrauen und Engagement, die Zukunft der Mobilit\u00e4t neu zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Strategische Innovation mit theLivingCore erforschen<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend wir \u00fcber die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Entwicklung der innovativen \u00d6BB Open Innovation Factory nachdenken, laden wir all jene ein, \u00fcber ihre eigenen Innovationsr\u00e4ume zu reflektieren. Wenn Sie \u00fcber transformative Ver\u00e4nderungen in Ihrer Organisation nachdenken oder neue M\u00f6glichkeiten der Innovation erkunden m\u00f6chten, vereinbaren Sie ein Gespr\u00e4ch mit unserem Gr\u00fcnder Thomas.<\/p>\n\n\n\n<p>Erfahren Sie, wie unsere Beratungsleistungen die \u00d6BB gest\u00e4rkt haben. Sprechen wir dar\u00fcber, wie wir eine \u00e4hnliche transformative Wirkung f\u00fcr Ihr Unternehmen erzielen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sind Sie bereit, Ihren Innovationsansatz zu revolutionieren? Vereinbaren Sie jetzt ein Einf\u00fchrungsgespr\u00e4ch mit Thomas und begeben Sie sich auf eine Reise der strategischen Innovation.<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Herzen von Wien findet in der \u00d6BB Open Innovation Factory eine transformative Reise statt. Der im M\u00e4rz 2023 er\u00f6ffnete Innovation Hub in der neuen \u00d6BB-Zentrale ist nicht einfach nur ein physischer Ort. Er ist das Epizentrum einer Vision \u2013 \u201eMobility as a Commons\u201c. Wie eine Besucherin treffend bemerkte: \u201eDie \u00d6BB haben mit diesem Raum &#8230; <a title=\"\u00d6BB Innovation Factory\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/projekte\/oebb-2\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber \u00d6BB Innovation Factory\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":40,"featured_media":2062,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-2057","projekte","type-projekte","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-json\/wp\/v2\/projekte\/2057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-json\/wp\/v2\/projekte"}],"about":[{"href":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projekte"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-json\/wp\/v2\/users\/40"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-json\/wp\/v2\/projekte\/2057\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2332,"href":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-json\/wp\/v2\/projekte\/2057\/revisions\/2332"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2062"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2057"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2057"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}