{"id":1837,"date":"2025-01-17T16:43:14","date_gmt":"2025-01-17T15:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/?post_type=projekte&#038;p=1837"},"modified":"2026-04-13T10:55:10","modified_gmt":"2026-04-13T08:55:10","slug":"profilbildungsprozess-der-medizinischen-universitaet-graz-wie-schafft-man-eine-einzigartige-identitaet-inmitten-akademischer-konformitaet-2","status":"publish","type":"projekte","link":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/projekte\/profilbildungsprozess-der-medizinischen-universitaet-graz-wie-schafft-man-eine-einzigartige-identitaet-inmitten-akademischer-konformitaet-2\/","title":{"rendered":"Profilbildungsprozess der Medizinischen Universit\u00e4t Graz: Wie schafft man eine einzigartige Identit\u00e4t inmitten akademischer Konformit\u00e4t?"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group info-box\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\"><ul>\n<li>Auftraggeber:in ist eine medizinische Universit\u00e4t, die Medizinische Universit\u00e4t Graz.<\/li>\n<li>Das Rektorat hat beschlossen, die Universit\u00e4t neu zu positionieren, um so eine neue Identit\u00e4t zu schaffen und einen zukunftsorientierten Transformationsprozess zu starten. Dieser sollte unter anderem die Gr\u00fcndung von Spin-offs unterst\u00fctzen und zur Umsetzung der \u201eThird Mission\u201c der Universit\u00e4t beitragen.<\/li>\n<li>Basierend auf dem Claim \u201ePioneering Minds \u2013 Education and Research for Patients\u2018 Health and Well-Being\u201c hat theLivingCore ein zukunftsf\u00e4higes Profil der Medizinischen Universit\u00e4t Graz erstellt. Weiters wurden zukunftsorientierte Organisationsprozesse und -strukturen entwickelt sowie die Basis f\u00fcr zahlreiche Transformationsinitiativen gelegt, die die neue Positionierung mit Leben f\u00fcllen.<\/li>\n<li>Die Medizinische Universit\u00e4t Graz hat die neue Positionierung angenommen und einen Transformationsprozess gestartet. Eines der Ergebnisse des Prozesses ist die Schaffung eines \u201eInnovation Hub\u201c mit dem Fokus, eine Br\u00fccke zwischen medizinischer Forschung und praktischer Anwendung in der Wirtschaft zu bauen.<\/li>\n<li>Die Erkenntnisse und Ergebnisse aus unserer Zusammenarbeit reichen bereits \u00fcber die Medizinische Universit\u00e4t Graz hinaus: weitere \u00f6sterreichische Universit\u00e4ten \u00fcberarbeiten ihrerseits ihre Strategien zu den Themen Innovation und Gr\u00fcndung von Spin-offs (als Teil ihrer \u201ethird mission\u201c).<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div>\n\n<p>Zu Beginn unseres Projekts meinte ein junger Forscher im Interview:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n\n<p>Ich arbeite an einer Universit\u00e4t und ich w\u00fcnsche mir die Freiheit, Dinge zu erforschen, die ich noch nicht wei\u00df und mich mit herausfordernden Fragen zu besch\u00e4ftigen. Aber in Wirklichkeit muss ich mich wissenschaftlichen Trends folgen. Alle denken \u00fcber KI, maschinelles Lernen, CRISPR und so weiter nach. Und trotzdem: Einen Gro\u00dfteil meiner Energie stecke ich in den Wettbewerb um Publikationen und in den Umgang mit der Abteilungspolitik. Ich habe Fragen wie: Wie passe ich da rein? Mache ich alles richtig, so, wie es sich geh\u00f6rt? Es gibt so viel Politik in der Wissenschaft, dass man fast vergisst, wof\u00fcr man sie betreibt\u2026<\/p>\n\n\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieser Forscher war mit seinen Gedanken nicht allein, und die Universit\u00e4tsleitung nahm sie als Herausforderung an, eine neue Art von Bildungs- und Forschungsatmosph\u00e4re zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unabh\u00e4ngig davon sind die \u00f6sterreichischen Universit\u00e4ten dazu angehalten, ihre \u201ethird mission\u201c zu erf\u00fcllen und finanziell unabh\u00e4ngiger zu werden. Diese Herausforderung f\u00fchrte zu der ersten Frage, die unser Kunde an uns richtete:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n\n<p>Wie k\u00f6nnen wir in einer Zeit, in der die Universit\u00e4ten zunehmend dazu gezwungen sind, sich den vorherrschenden Trends und dem wirtschaftlichen Druck anzupassen, ein Umfeld schaffen, das die Menschen dazu ermutigt, Neues zu wagen und Neues zu entdecken?<\/p>\n\n\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Im Wettbewerb mit akademischen Zentren wie London hat Graz, wie jede andere medizinische Universit\u00e4t in \u00d6sterreich, einen harten Kampf um Anerkennung zu bestehen. Dies f\u00fchrte zur zweiten Frage des Auftraggebers:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n\n<p>Wie kann eine l\u00e4ndliche Universit\u00e4t wie Graz ihren Standort nutzen, um mit solchen Giganten zu konkurrieren? Wie k\u00f6nnen wir als Institution die notwendigen Verfahren und Richtlinien der Wissenschaft befolgen und gleichzeitig eine unverwechselbare Nische aufbauen und eine einzigartige Positionierung entwickeln?<\/p>\n\n\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/mug-1.jpg\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Drei strategische Schritte zur Gestaltung der einzigartigen Identit\u00e4t einer Universit\u00e4t und ihrer gebauten Umgebung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Medizinische Universit\u00e4t Graz beauftragte theLivingCore, einen ko-kreativen Profilbildungsprozess zu entwickeln und zu begleiten. Der Prozess gliederte sich in drei Phasen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">1. Verstehen des Status Quo<\/h3>\n\n\n\n<p>Zu Beginn des Projekts versuchten wir, ein tiefgehendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den aktuellen Stand der Dinge an der Medizinischen Universit\u00e4t Graz zu entwickeln. Wir f\u00fchrten Umfragen sowie ethnographische Beobachtungen durch sowie on-desk Research und ausf\u00fchrliche qualitative Interviews.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel war es, den akademischen, geografischen, wirtschaftlichen und sozialen Kontext zu verstehen und die internen Prozesse, Strukturen, Kulturen und Narrative der Universit\u00e4t kennen zu lernen. Dies wiederum half uns dabei, verborgene Potentiale aufzudecken, die wir in einem n\u00e4chsten Schritt nutzen w\u00fcrden, um ein anschlussf\u00e4higes, nachvollziehbares und zukunftsorientiertes Profil f\u00fcr die Universit\u00e4t zu erstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sehen diese erste Phase bereits als integralen Bestandteil des Transformationsprozesses: Die generativen Interviews mit verschiedenen Stakeholdern bringen nicht nur Themen, Potentiale und m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Entwicklungen auf eine sehr pers\u00f6nliche und ansprechende Art und Weise zur Sprache, sondern leiten gleichzeitig positive Ver\u00e4nderungen ein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/mug-2.jpg\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">2. Sense-making und Entwicklung einer einzigartigen Positionierung<\/h3>\n\n\n\n<p>In dieser Phase ging es and die Auswertung und Integration der riesigen Mengen an quantitativen und vor allem qualitativen Forschungsdaten aus der ersten Phase. Basierend darauf identifizierten wir Potentiale, die das Erbe der Universit\u00e4t mit einer vielversprechenden Zukunft verbinden. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden in einem sogenannten \u201eKernprozessmodell\u201c verdichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuk\u00fcnftige Kernprozesse beschreiben die wesentlichen, strategischen Ma\u00dfnahmen, die eine Organisation ergreifen muss, um ihren Zweck zu erf\u00fcllen. Sie werden in enger Zusammenarbeit mit Kund:innen erstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Basierend auf den Forschungsergebnissen und den neu erstellten Kernprozessen entwickelten wir einen Fahrplan, um die Identit\u00e4t der Universit\u00e4t neu zu gestalten, ihre einzigartige Positionierung zu sichern und die Richtung f\u00fcr ihre Umsetzung vorzugeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/mug-3.jpg\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Med Uni Graz: Pioneering Minds \u2013 Education and Research for Patients\u2019 Health and Well-Being<\/h2>\n\n\n\n<p>Der obige Claim beschreibt die neue Positionierung der Medizinischen Universit\u00e4t Graz. Sie ist inspiriert und geleitet von einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen, welche seine biologischen, psychologischen und sozialen Dimensionen ber\u00fccksichtigt und damit den Rahmen des medizinischen und p\u00e4dagogischen Ansatzes erweitert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Claim leitet das medizinische Personal in seiner t\u00e4glichen Arbeit: in der Patient:innenenversorgung, in der Lehre und in der interdisziplin\u00e4ren Grundlagen- und angewandten Forschung. Auf diese Weise hat die Arbeit des Personals direkte soziale und wirtschaftliche Auswirkungen in der Region und dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">3. Die neue Identit\u00e4t zum Leben erwecken<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie erweckt man eine neue Positionierung zum Leben? Wie schafft man es, dass sie mehr ist als nur ein Claim auf dem Briefkopf? Das Rektorat der Medizinischen Universit\u00e4t Graz hat sich dieser Herausforderung gestellt und gemeinsam mit uns drei \u201eTransformationsstr\u00f6me\u201c definiert. Diese sollen sicherstellen, dass die neue Positionierung tats\u00e4chlich tiefgreifend in der gesamten Organisation verankert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Transformationsstrom konzentriert sich auf die Patient:innenversorgung. Die Medizinische Universit\u00e4t Graz erweitert den Handlungsraum, indem sie den medizinischen Ansatz um das Konzept des \u201eWohlbefindens\u201c erg\u00e4nzte. Es geht nicht mehr \u201enur\u201c darum, Menschen proaktiv gesund zu erhalten oder gesund zu machen, sondern darum, zu erkennen, dass die eigentliche Aufgabe manchmal darin besteht, zum Wohlbefinden des Menschen beizutragen, zum Beispiel im Falle einer unheilbaren Krankheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Zweck verfolgt die Medizinische Universit\u00e4t Graz aktiv den \u201ebiopsychosozialen\u201c Ansatz in der Patientenversorgung. Die Patient:innen erleben eine umfassende Gesundheitsversorgung und erfahren mehr Handlungskompetenz und Mitsprache bei der Gestaltung ihrer Versorgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Transformationsstrom konzentriert sich auf Studierende und Mitarbeiter:innen. Von Anfang an gab es den Anspruch, dass die Universit\u00e4t Pionier:innen in allen Positionen und Berufen anziehen wollte. Reinigungs- oder Verwaltungspersonal sollte die gleichen M\u00f6glichkeiten haben, Pionier:innen zu sein, wie Forschende und Studierende.<\/p>\n\n\n\n<p>So hat die Medizinische Universit\u00e4t Graz ihr Curriculum und ihr Aufnahmeverfahren neu gestaltet. Getestet werden nicht nur die intellektuellen F\u00e4higkeiten, sondern auch das Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen und die F\u00fcrsorglichkeit der Studierenden. Die pers\u00f6nliche Entwicklung und Entfaltung der Studierenden und des Personals wird gef\u00f6rdert, und dies kommt unmittelbar der Patient:innenversorgung zugute.<\/p>\n\n\n\n<p>Der dritte Transformationsstrom bezieht sich auf Innovation und Wissenstransfer. Ziel ist es, die Anforderungen der translationalen Forschung zu gew\u00e4hrleisten: Ergebnisse aus der akademischen Forschung sollen der Gesellschaft zugute kommen. Dies bedeutet ein Ende der \u201eElfenbeinturm\u201c -Forschung und die ein Br\u00fcckenschlag zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung (Erf\u00fcllung der \u201ethird mission\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Schl\u00fcsselprojekt in diesem Bereich war die Einrichtung eines Innovation Hub (jetzt bekannt als Medical Science City Innovation Hub) an der Medizinischen Universit\u00e4t Graz, das pionierhafte Forschende, Studierende sowie Menschen aus anderen Disziplinen zusammenbringt und sich auf die Schaffung von Spin-offs konzentriert, die direkte positive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/mug-4.jpg\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schlussfolgerungen und Learnings<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Medizinische Universit\u00e4t Graz hat in den Jahren unserer fruchtbaren Zusammenarbeit einen erstaunlichen Sprung nach vorne gemacht. Sie hat sich nicht nur strategisch neu positioniert, sondern auch neue Prozesse und Initiativen gestartet, um ihre neue Identit\u00e4t mit Leben zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/mug-5.jpg\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chten wir mit Ihnen einige Erkenntnisse aus unserem Projekt teilen, die uns inspiriert haben und die vielleicht auch Sie inspirieren.<\/p>\n\n\n\n<p>1. \u00c4ndern Sie Ihre Denkweise \u2013 und die Ihrer Organisation<\/p>\n\n\n\n<p>Das menschliche Gehirn str\u00e4ubt sich gegen Ver\u00e4nderungen, es hat Angst zu scheitern und es hat seine liebgewonnenen \u00dcberzeugungen davon, wie die Dinge funktionieren (sollten). \u201eOrganisationale Gehirne\u201c sind da nicht viel anders. Sie sind sogar noch sturer\u2026 Organisationale Denk- und Handlungsmuster, die der Ver\u00e4nderung entgegenstehen, zu erkennen und zu \u00fcberwinden sind jedoch der entscheidende Hebel, wenn es um nachhaltige Ver\u00e4nderung geht. Leichter gesagt als getan. Deshalb empfehlen wir dringend, dass Sie Ihre Mitarbeiter:innen, insbesondere Ihre F\u00fchrungskr\u00e4fte, dabei unterst\u00fctzen, sich ihrer eigenen Gedanken, Meinungen und \u00dcberzeugungen \u00fcber Ver\u00e4nderung bewusst zu werden und sie zu reflektieren. Bieten Sie au\u00dferdem pers\u00f6nliches Coaching an und stellen Sie organisationale Strukturen auf, um neue, ver\u00e4nderungsorientierte Gewohnheiten zu etablieren.<\/p>\n\n\n\n<p>In vielen Projekten stellen wir fest, dass dies ein Aspekt des Transformationsprozesses ist, der vernachl\u00e4ssigt wird. Und im Umkehrschluss nachhaltige Ver\u00e4nderung verhindert, wenn Sie sich nicht darauf konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Gestalten Sie eine Zukunft, die die Vergangenheit respektiert<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist der Weg zu nachhaltigem Wandel. Im Fall der Medizinischen Universit\u00e4t Graz haben wir uns beispielsweise entschieden, bei der Unterst\u00fctzung der Gr\u00fcndung von Spin-offs einer sinnvollen und nachhaltigen sozialen Wirkung Vorrang vor der Anzahl der neu gegr\u00fcndeten Unternehmen einzur\u00e4umen. Dies steht im Einklang mit der Geschichte der \u00f6sterreichischen Universit\u00e4ten, die immer schon humanistisch gepr\u00e4gt waren. Wir haben diese St\u00e4rke genutzt f\u00fcr eine klare zuk\u00fcnftige Ausrichtung genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Kultivieren Sie ein zukunftsorientiertes Mindset<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Sie eine zukunftsorientierte Denkweise f\u00f6rdern und sicherstellen, dass die Menschen, die f\u00fcr den Erfolg des Projekts entscheidend sind, die neue Positionierung vorantreiben. Alleing\u00e4nge von wenigen sind zum Scheitern verurteilt, vor allem nicht in einer komplexen Organisation wie einer Universit\u00e4t. Investieren Sie gleich zu Beginn Ihre Zeit in ein \u201eStakeholder Mapping\u201c: Ermitteln Sie die verschiedenen ben\u00f6tigten Rollen und erarbeiten Sie geeignete Methoden zur Einbeziehung der Stakeholder. Wir haben daf\u00fcr ein \u201eStakeholder-Mapping-Spiel\u201c entwickelt, mit dem Sie Ihre Strategie zur Einbeziehung der Stakeholder entwickeln, \u00fcberwachen und bei Bedarf anpassen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Messen Sie Ergebnisse \u2013 aber anders!<\/p>\n\n\n\n<p>Passen Sie Ihre Bewertungssysteme so an, dass Wirkung und Exzellenz nicht nur anhand traditioneller Ma\u00dfst\u00e4be wie zum Beispiel Anzahl der Ver\u00f6ffentlichungen, sondern zum Beispiel anhand sp\u00fcrbarer Auswirkungen in der Gesellschaft gemessen werden. Es mag schwer sein, den ersten Schritt zu tun und anders zu sein, aber positive Beispiele inspirieren immer zu Ver\u00e4nderungen im \u00d6kosystem. Und die Ergebnisse unseres Projekts werden bereits beispielhaft f\u00fcr eine gelungene Ver\u00e4nderung der Arbeitsweise an \u00f6sterreichischen Universit\u00e4ten genutzt.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Beharrlichkeit ist der Schl\u00fcssel zum Erfolg<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich gilt es, angesichts der Herausforderungen den Kurs zu halten. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr die Verwirklichung und Erhaltung einer einzigartigen Identit\u00e4t. So wie ein Flugzeug Luftwiderstand braucht, um abheben zu k\u00f6nnen, verwirklicht sich eine neue Identit\u00e4t, indem Menschen Herausforderungen \u00fcberwinden und sinnvolle Entscheidungen treffen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/mug-6.jpg\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<p>Hat dieses Projekt Sie dazu angeregt, \u00fcber die Zukunft Ihrer eigenen Organisation nachzudenken? Haben Sie Fragen dazu, wie diese Erkenntnisse f\u00fcr Ihre Arbeit relevant sein k\u00f6nnten? Buchen Sie ein kurzes Einf\u00fchrungsgespr\u00e4ch mit unserem Gr\u00fcnder, Thomas Fundneider. Verwenden Sie einfach dieses Formular, um einen passenden Termin zu finden.<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auftraggeber:in ist eine medizinische Universit\u00e4t, die Medizinische Universit\u00e4t Graz. Das Rektorat hat beschlossen, die Universit\u00e4t neu zu positionieren, um so eine neue Identit\u00e4t zu schaffen und einen zukunftsorientierten Transformationsprozess zu starten. Dieser sollte unter anderem die Gr\u00fcndung von Spin-offs unterst\u00fctzen und zur Umsetzung der \u201eThird Mission\u201c der Universit\u00e4t beitragen. 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