{"id":1236,"date":"2025-01-13T12:13:54","date_gmt":"2025-01-13T11:13:54","guid":{"rendered":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/?p=1236"},"modified":"2026-04-13T10:55:10","modified_gmt":"2026-04-13T08:55:10","slug":"to-prompt-or-to-be-prompted-von-der-ki-als-nachfolgerin-des-menschen-bis-zum-gemeinsamen-sense-making","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/to-prompt-or-to-be-prompted-von-der-ki-als-nachfolgerin-des-menschen-bis-zum-gemeinsamen-sense-making\/","title":{"rendered":"To Prompt or to be Prompted? Von der KI als Nachfolgerin des Menschen bis zum gemeinsamen \u201cSense-Making\u201d."},"content":{"rendered":"\n<p>Die mittlerweile allgegenw\u00e4rtigen generativen KI-Systeme, \u00fcber die wir in diesen Tagen viel diskutieren, wecken Bef\u00fcrchtungen, dass kreative menschliche Arbeit zunehmend an Maschinen ausgelagert wird. Im Zentrum dieser Bef\u00fcrchtungen steht die Vorstellung einer klaren Arbeitsteilung zwischen Menschen und Maschinen, zwischen uns und (generativen) KI-Systemen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist zweifellos eine wichtige Debatte, die gef\u00fchrt werden muss. In diesem Blogbeitrag geht es jedoch um etwas anderes, n\u00e4mlich darum, wie wir mit KI zusammenarbeiten k\u00f6nnen, um mit ihrer Hilfe einen sinnvollen Beitrag zu unserer Welt zu leisten. Wir glauben, dass \u201cTeile und herrsche\u201d der falsche Ansatz ist. Anstatt KI-Systeme einfach unsere Arbeit machen zu lassen, k\u00f6nnen wir vielmehr in einen sinnvollen (und partnerschaftlichen) Austausch mit KI treten, um unsere eigenen, menschlichen Ideen gr\u00fcndlicher zu erkunden. Dies wird f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Rolle von KI-Systemen bei der Schaffung neuen Wissens und bei Innovationsprojekten von entscheidender Bedeutung sein. Und es wird f\u00fcr jedes Unternehmen, das KI-Systeme einsetzt, entscheidend sein, um bei Wissensprozessen und insbesondere bei Innovationen in Zukunft erfolgreich zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Stand der Dinge<\/h2>\n\n\n\n<p>Man glaubt es kaum, aber ChatGPT wurde erst vor ein paar Monaten ver\u00f6ffentlicht. Die damit angesto\u00dfene KI-Debatte ist bereits weit fortgeschritten. In unserem letzten Blogbeitrag haben wir zum Beispiel aufgezeigt, wie KI die menschliche Kreativit\u00e4t und Autonomie einschr\u00e4nken k\u00f6nnte \u2013 ohne dabei selbst kreativ zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist jedoch klar, dass KI ein enormes und exponentielles Potenzial hat, unser Leben grundlegend zu ver\u00e4ndern. Ob dies zum Guten oder zum Schlechten geschieht, h\u00e4ngt davon ab, wie ma\u00dfvoll und umsichtig wir den \u00dcbergang und die Einf\u00fchrung dieser neuen Technologie gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Derweil sich die Warnzeichen h\u00e4ufen, behaupten viele Kommentator*innen, dass KI-Systeme zu komplex seien, um sie \u00fcberhaupt zu verstehen. Viele argumentieren, dass KI Arbeitspl\u00e4tze vernichten w\u00fcrde \u2013 und da die neue Generation von Modellen inh\u00e4rent generativ ist, k\u00f6nnte es sein, dass nicht lediglich Arbeitspl\u00e4tze mit repetitiven Aufgaben betroffen sein werden, sondern auch jene, die Sprach- und Kommunikationsf\u00e4higkeiten erfordern (und daher als dem Menschen vorbehalten galten). Diese Form der Arbeit (generative Wissensarbeit), ist teuer \u2013 solange sie von Menschen ausgef\u00fchrt wird. Dies gilt auch f\u00fcr die Ausbildung von entsprechenden Fachkr\u00e4ften.<\/p>\n\n\n\n<p>Die diversen Warnrufe haben aber einen gemeinsamen Kern: Die Idee, dass k\u00fcnstliche Intelligenz die menschliche Arbeitskraft ersetzen, sie \u00fcberfl\u00fcssig und irrelevant machen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Davon ist zumindest teilweise auszugehen. Die Verdr\u00e4ngung von Arbeitspl\u00e4tzen zeichnet sich bereits jetzt sehr deutlich ab. Diskutiert wird heute aber gar die Verdr\u00e4ngung der Menschheit; ein \u201cAussterbeereignis\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anbetracht dieser sehr ernsten Warnrufe mag es zun\u00e4chst unpassend wirken, gerade hier die Perspektive zu wechseln. Wir denken, das ist es wert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verloren in der Arbeitsteilung<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn wir \u00fcber die Koexistenz von Menschen und generativen KI-Systemen nachdenken, dreht sich unser Denken um die Idee einer klaren (wenn auch noch nicht vordefinierten) Arbeitsteilung. Die Idee ist, dass manche Aufgaben am besten (oder ausschlie\u00dflich) von Menschen erledigt werden. Manch andere Aufgaben werden wiederum am besten von der KI erledigt. Diese Weise \u00fcber die KI-Mensch-Beziehung zu denken, nehmen wir oft als selbstverst\u00e4ndlich hin.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne denken wir oft dar\u00fcber nach, wie wir durch Maschinen ersetzt oder verdr\u00e4ngt werden. Dabei denken wir zun\u00e4chst an nicht-generative KI-Systemen, die wir als nicht-kreativ betrachten, weil sie (repetitive) Aufgaben l\u00f6sen, die gut automatisiert werden k\u00f6nnen. Eben dazu z\u00e4hlen z.B. selbstfahrende Autos, das Verkehrsmanagement, Stromnetzmanagement, Logistik oder Bauwesen, um nur einige zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile spielt aber auch generative KI eine gro\u00dfe Rolle \u2013 sie kann Aufgaben \u00fcbernehmen, die bereits unter die klassische \u201cWissensarbeit\u201d fallen; also jene Bereichen wie die Werbung, Journalismus, \u201cContent Creation\u201d (in sozialen Medien), Drehbuchschreiben oder Spieleentwicklung. Das ist nat\u00fcrlich keine vollst\u00e4ndige Liste; klar ist aber, dass sie von Tag zu Tag l\u00e4nger wird.<\/p>\n\n\n\n<p>So bleibt der Eindruck, dass es in unseren Debatten \u00fcber die Macht und das Potenzial von KI-Systemen vor allem um eines geht: um die Frage ob wir oder sie?<\/p>\n\n\n\n<p>Anders gesagt: Wo werden in Zukunft die Grenzen zwischen menschlicher Arbeit und KI-F\u00e4higkeiten verlaufen? Das ist eine Frage, die sich jedes Unternehmen der Zukunft stellen muss, in dem der Einsatz von (generativen) KI-Tolls naheliegt. Letztlich geht es um die Frage, ob teure menschliche Arbeit an ein hocheffizientes und damit relativ \u201ebilliges\u201c KI-System \u201eoutgesourct\u201c werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist also verst\u00e4ndlich, dass diese Frage im Moment im Mittelpunkt steht. Sie ist zumindest f\u00fcr Unternehmen \u2013 und vielleicht f\u00fcr die Menschheit im Allgemeinen \u2013 existenziell.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/19.jpg\" alt=\"\" \/>\n    <figcaption>&nbsp;<\/figcaption> \n<\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u201cKnowledge Economy\u201d ohne Menschen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Diese aktuelle Debatte ist alles andere als unwichtig. Aber sie darf uns nicht von der Tatsache ablenken, dass KI-Systeme auf dem Vormarsch sind, und zwar schnell. Wir werden dieser Entwicklung wohl oder \u00fcbel entgegentreten m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sprechen heute \u00fcber KI, weil die neue Generation von Systemen, die uns gerade besch\u00e4ftigen (also DALL-E, ChatGPT, midjourney), generative Maschinen sind. Sie schaffen Inhalte und f\u00fchren nicht lediglich repetitive Aufgaben aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht-generative KI ist (mehr oder weniger) gut darin, analytische, nicht-kreative Aufgaben auszuf\u00fchren (z. B. medizinische Diagnostik, Chatbot-Support, Datenmanagement). Generative KI-Systeme hingegen dringen in die Tiefen der Wissens\u00f6konomie und der menschlichen Wissensarbeit vor. Bislang kann KI nicht mit der menschlichen Kreativit\u00e4t und der F\u00e4higkeit des Menschen, einfache Strukturen zu interpretieren und daraus Schl\u00fcsse zu ziehen, konkurrieren. Generative KI-Systeme (wie ChatGPT) k\u00f6nnen jedoch viel mehr. Alle jene Arbeitnehmer:innen, die mit (kreativem) Schreiben zu tun haben, wird sich in Zukunft die Frage stellen m\u00fcssen, ob nicht eine generative KI besser daf\u00fcr geeignet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sollten uns von diesen d\u00fcsteren Szenarien aber nicht zur\u00fcckschrecken lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn wenn wir uns genauer ansehen, wie wir eigentlich mit KI-Systemen interagieren und uns mit diesen austauschen, so k\u00f6nnen wir dabei auch Formen der Interaktion erkennen, bei denen es nicht lediglich um das Ausverhandeln einer Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine geht. Bei genauerer Betrachtung beginnen wir n\u00e4mlich bereits, gemeinsam mit KI sinnstiftend die Welt und uns selbst zu formen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lass uns zun\u00e4chst kurz beschreiben, was wir damit genau meinen \u2013 und warum diese Diskussion f\u00fcr zuk\u00fcnftige Innovationsprojekte von gro\u00dfer Bedeutung sein wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gemeinsames \u201cSense-Making\u201d und \u201cEmergent Meaning\u201d<\/h2>\n\n\n\n<p>ChatGPT ist zweifelsohne sehr beeindruckend. Jede:r, der schon einemal mit dem Chatbot geschrieben hat oder versucht hat, ihn im Rahmen der Arbeit einzusetzen, wei\u00df auch, dass man nicht ohneweiters \u00fcbernehmen kann (oder sollte), was der Bot einem vorsetzt. Es gilt: Der Mensch muss die KI-Kreationen auf Sinnzusammenh\u00e4nge \u00fcberpr\u00fcfen und nachsch\u00e4rfen. Und je unerwarteter und neuartiger der Inhalt sein soll, desto weniger kann ChatGPT zu seiner Erstellung beitragen. Viele, die mit dem generativen Tool arbeiten, berichten, dass es sie ausgezeichnet in ihrem Arbeitsablauf unterst\u00fctzt (z.B. indem es ihnen Code zur Verf\u00fcgung stellt). Interessant ist aber vor allem, dass die \u201eGespr\u00e4che\u201c mit ChatGPT dazu f\u00fchren, dass \u201ePrompts\u201c (also der Eingabebefehl) kontinuierlich verfeinert, d.h. umformuliert wird, bis der Bot den Nutzer:innen genau das gibt, was sie wollen. Nat\u00fcrlich gibt es Momente, in denen die KI auf magische Weise etwas N\u00fctzliches aus dem \u00c4rmel sch\u00fcttelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber in den meisten F\u00e4llen folgt zuerst ein Ping-Pong-Spiel aus Frage und Antwort, welches erst im Laufe des Gespr\u00e4chs zum gew\u00fcnschten Ergebnis f\u00fchrt. Wir erleben dabei ein Hin und Her, ein \u201eLoop\u201c zwischen uns und der Maschine. In diesem Prozess verfeinern wir das, was wir von ihr h\u00f6ren wollen. Und wichtiger noch: wir lernen dabei, was wir eigentlich sagen wollen und somit uns selbst besser zu verstehen. (In gewisser Weise lernen wir gemeinsam mit der Maschine.)<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann diesen Prozess auch als ein gemeinsames \u201cSense-Making\u201d zwischen Mensch und KI beschreiben. Denn anhand der wechselseitigen Verfeinerung der Bedeutung, die man hervorbringen will, entstehen tats\u00e4chlich neue und f\u00fcr uns \u00fcberraschende Inhalte und Einsichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Form des Sense-Makings nicht der Komplexit\u00e4t dessen entspricht, was Kognitionswissenschaftler:innen als \u201cParticipatory Sense-Making\u201d bezeichnen, d. h. dem Prozess der Interaktion zweier autonomer Wesen. Am Sense-Making mit KI-Systemen ist bisher nur eine einzige autonom agierende Partei beteiligt, und das ist der Mensch in der Gleichung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dynamik zwischen einem menschlichen Agenten und seinem k\u00fcnstlichen Partner muss also nicht auf eine reine \u201eArbeitsteilung\u201c hinauslaufen. Vielmehr geht es um eine Interaktion, in der wir als Menschen gemeinsam mit dem Bot noch eine kreative Rolle spielen k\u00f6nnen. Wir d\u00fcrfen unsere menschliche Kreativit\u00e4t im Austausch mit der KI nicht einfach \u201coutsourcen\u201d, sondern m\u00fcssen die Interaktion nutzen, um unsere Kreativit\u00e4t auf eine andere Ebene zu heben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir behaupten aber keineswegs, dass generative KI uns zu kreativeren Menschen macht oder unsere Kreativit\u00e4t st\u00e4rkt. Wir sind uns vielmehr bewusst, dass KI unsere Kreativit\u00e4t sehr wohl untergraben kann, indem sie unsere \u201egenerativen\u201c Kr\u00e4fte an KI-Systeme antritt. Solche Systeme haben damit das traurige \u201ePotential\u201c, unsere kreative Tr\u00e4gheit zu befeuern. Die schiere M\u00f6glichkeit, einen Text produzieren zu lassen, anstatt dar\u00fcber nachdenken zu m\u00fcssen und Zeit und M\u00fche zu investieren, ist ein verlockendes Angebot \u2013 eine Versuchung. Und gerade weil die Einf\u00fchrung generativer KIs ein un\u00fcbersichtlicher, \u00f6konomischer Wettlauf ist, m\u00fcssen wir auf solche Risiken achten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Existenz von Risiken schlie\u00dft jedoch nicht die Existenz positiver \u201cZukunftspotentiale\u201d aus. Unser Ziel sollte nicht sein, die menschliche Kreativit\u00e4t zu kultivieren, um dabei gleichzeitig die generative KI zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn obwohl der R\u00fcckzug aus und Entzug von KI-Systemen als gangbare Wege erscheinen, um den menschlichen Geist auch in Zukunft zu kultivieren, k\u00f6nnen wir auch gemeinsam mit k\u00fcnstlicher Intelligenz kreativ sein. Generative KI kann ein Partner f\u00fcr kreative, geistige Erkundung und \u00fcberraschende Selbsterfahrung sein. Wir k\u00f6nnen mit KIs zusammenarbeiten und ein gemeinsames Sense-Making anstreben; und auf diese Weise KI-Systeme verantwortungsvoll nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Argument f\u00fcr Innovation<\/h2>\n\n\n\n<p>Unternehmen, aber auch P\u00e4dagog:innen, sollten nicht nur darauf achten, wie die Arbeit zwischen Menschen und (KI-gesteuerten) Maschinen aufgeteilt wird. Sie m\u00fcssen sich auch darauf konzentrieren, wie wir KI nutzen k\u00f6nnen, um ein gemeinsames Sense-Making zu erm\u00f6glichen. Aber warum sollten sie das tun? Die blo\u00dfe M\u00f6glichkeit rechtfertigt schlie\u00dflich noch nicht, Zeit und M\u00fche in die Ausbildung solcher F\u00e4higkeiten zu investieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antwort: KI ist auf dem Vormarsch. Neue Anwendungen, die auf generativer Deep-Learning-Technologie basieren, werden schneller denn je auftauchen. Und wir werden sie wahrscheinlich in jedem Aspekt unseres Lebens antreffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher werden Wissensprozesse (z. B. in Bildungssystemen) und Innovationsprojekte die Hauptadressaten solcher neuen Anwendungen sein. Einige der Adressanten gehen m\u00f6glicherweise nicht ma\u00dfvoll mit den oben genannten Risiken und darunterliegenden Fragestellungen um: F\u00f6rdern solche Anwendungen die Kreativit\u00e4t oder ersetzen sie diese (durch Funktionen, die an sich nicht kreativ sind)? Achten sie auf die dynamischen Feedback-Loops, die den Nutzer:innen helfen, sich ihrem eigenen Denken klarer zu werden? Unterst\u00fctzen solche Tools die echte und auf den Menschen ausgerichtete Schaffung von neuem Wissen? Oder diesem KI-Anwendungen lediglich \u201estochastischen\u201c Brainstormings ohne kreatives Ergebnis?<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Blogbeitrag ist nur der Anfang dieser kritischen Diskussion, die wir heute f\u00fchren m\u00fcssen. F\u00fcr die Zukunft wird es notwendig sein, ein Konzept zu entwickeln, wie die Interaktion zwischen Mensch und KI gestaltet werden muss, um die menschliche Kreativit\u00e4t zu f\u00f6rdern und nicht zu untergraben. Es wird ein langer Weg sein, aber wir k\u00f6nnen jetzt schon sicher sein, dass die Art und Weise, wie wir mit KI arbeiten sollten, eher einem Tanz als einer blo\u00dfen Arbeitsteilung gleichen kommen muss \u2013 vor allem, wenn wir wollen, dass die KI ein erfolgreicher Partner in sinnstiftenden Innovationsprozessen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie wir bereits in einem fr\u00fcheren Blog-Beitrag erw\u00e4hnt haben, ist dies auch entscheidend daf\u00fcr, dass die menschliche Kreativit\u00e4t in einem zuk\u00fcnftigen Umfeld KI-gesteuerter Wissensproduktion erhalten bleibt \u2013 und um sicherzustellen, dass sich die \u201cKnowledge Economy\u201d zielgerichtet und bed\u00fcrfnisorientiert entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Um unsere Diskussion aber noch einmal abschlie\u00dfend zusammenzufassen:<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen generative KI-Systeme einsetzen, um menschliche Kreativit\u00e4t zu st\u00fctzen (und nicht, um sie zu ersetzen). Wir k\u00f6nnen KI-Systeme nutzen, um Sinn aus uns selbst und unserer Welt zu machen. Und wir k\u00f6nnen sie in Prozessen der Wissensgenerierung einsetzen, die den menschlichen Geist in den Mittelpunkt stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber die Pr\u00e4misse muss lauten, dass die menschliches \u201cPrompting\u201d (also das Auffordern der Maschine) auch an eine geistige Aufforderung des Menschen gekoppelt sein muss. Es ist die positiv disruptive Aufforderung durch KI-Systeme, die Gedanken und Ideen entstehen lassen kann, die wir sonst nicht gehabt h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die mittlerweile allgegenw\u00e4rtigen generativen KI-Systeme, \u00fcber die wir in diesen Tagen viel diskutieren, wecken Bef\u00fcrchtungen, dass kreative menschliche Arbeit zunehmend an Maschinen ausgelagert wird. Im Zentrum dieser Bef\u00fcrchtungen steht die Vorstellung einer klaren Arbeitsteilung zwischen Menschen und Maschinen, zwischen uns und (generativen) KI-Systemen. Dies ist zweifellos eine wichtige Debatte, die gef\u00fchrt werden muss. In diesem &#8230; <a title=\"To Prompt or to be Prompted? Von der KI als Nachfolgerin des Menschen bis zum gemeinsamen \u201cSense-Making\u201d.\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/to-prompt-or-to-be-prompted-von-der-ki-als-nachfolgerin-des-menschen-bis-zum-gemeinsamen-sense-making\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber To Prompt or to be Prompted? 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