{"id":1085,"date":"2024-12-17T11:46:12","date_gmt":"2024-12-17T10:46:12","guid":{"rendered":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/?p=1085"},"modified":"2026-04-13T10:55:11","modified_gmt":"2026-04-13T08:55:11","slug":"1085-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/demo2.egm.at\/www.thelivingcore-original.com\/1085-2\/","title":{"rendered":"Meaning &#038; Purpose: Innovation aus dem Inneren heraus"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group info-box\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\"><h3>Info-Box:<\/h3>\n<p>Design Thinking basiert auf der Annahme, dass Probleme besser gel\u00f6st werden k\u00f6nnen, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem die Kreativit\u00e4t f\u00f6rdernden Umfeld zusammenarbeiten, gemeinsam eine Fragestellung entwickeln, die Bed\u00fcrfnisse und Motivationen von Menschen ber\u00fccksichtigen und dann Konzepte entwickeln, die mehrfach gepr\u00fcft werden. Ziel dabei ist es, L\u00f6sungen zu finden, die aus der Sicht der NutzerInnen (AnwenderInnen) \u00fcberzeugend sind. Im Gegensatz zu anderen Innovationsmethoden wird Design Thinking teilweise nicht so sehr als Methode oder Prozess beschrieben, sondern vielmehr als ein Ansatz, der auf den drei gleichwertigen Grundprinzipien Team, Raum und Prozess besteht. Quelle: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Design_Thinking<\/p>\n<p>Die HPI Academy beschreibt Design Thinking wie folgt:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Design Thinking ist eine systematische Herangehensweise an komplexe Problemstellungen aus allen Lebensbereichen. Der Ansatz geht weit \u00fcber die klassischen Design-Disziplinen wie Formgebung und Gestaltung hinaus. Im Gegensatz zu vielen Herangehensweisen in Wissenschaft und Praxis, die von der technischen L\u00f6sbarkeit die Aufgabe angehen, stehen Nutzerw\u00fcnsche und -bed\u00fcrfnisse sowie nutzerorientiertes Erfinden im Zentrum des Prozesses. Design Thinker schauen durch die Brille des Nutzers auf das Problem und begeben sich dadurch in die Rolle des Anwenders.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<\/div><\/div>\n\n<p>Emergente Innovation lenkt den Blick auf Innovation in die Zukunft \u2013 und auf eine tiefe Kenntnis des Innovationsgegenstandes an sich. Mithilfe eines profunden Verst\u00e4ndnisses des innersten Kerns des Innovationsgegenstandes (und seiner Potentiale) versuchen wir zu begreifen, was daraus entstehen bzw. emergieren will. Dieser Ansatz des \u201cLearning from the future as it emerges\u201d weist auch einige wichtige Implikationen in Bezug auf die Grundannahmen von Innovation auf. Die wichtigsten Punkte umfassen Innovation aus dem Inneren heraus, die Priorit\u00e4t von Bedeutung (\u201cwarum?\u201d und \u201cwas?\u201d), das Sich-Aussetzen der Realit\u00e4t und pers\u00f6nliche Ver\u00e4nderung als Voraussetzung f\u00fcr Innovation.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Innovation aus dem Inneren heraus<\/h2>\n\n\n\n<p>Emergente Innovation bzw. der leap-Ansatz hat als Ausgangspunkt den Kern des Innovationsgegenstandes und dessen Potentiale (Details dazu finden Sie im Blogpost \u201cStrategien der Innovation\u201d). Der Kern bezieht sich auf das, was der Innovationsgegenstand in seinem tiefsten \u201cInnersten\u201c bedeutet, was ihn ausmacht, was seine Essenz ist. Die meisten Innovationsans\u00e4tze starten hingegen bei den \u00e4u\u00dferen, den materiellen Eigenschaften und deren Ver\u00e4nderung. Daraus entstehen h\u00e4ufig Innovationen, die eigentlich eher Adaptionen sind, z.B. die Verbesserung einer bestehenden Funktionalit\u00e4t. Beginnt Innovation jedoch im Kern, so kann ein dort neu entdecktes, bisher noch nicht realisiertes und zukunfts-gerichtetes Potential zu einem v\u00f6llig neuen Resultat f\u00fchren \u2013 oder, besser gesagt, emergieren. So hat diese neue entstandene Innovation, dieses neue Resultat in seinem innersten Kern einen Zusammenhang mit etwas bereits Existierendem, ohne jedoch nur eine plumpe Extrapolation zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen wir als Beispiel die Automobilindustrie, um diese Thematik etwas greifbarer zu machen. Im Grunde geht es dort nur vordergr\u00fcndig um Autos, um schnellere und st\u00e4rkere Motoren, um mehr Sicherheit, etc. Geht man allerdings einen Schritt tiefer, so stellt sich im Grunde die Frage der Mobilit\u00e4t (z.B. alternative Mobilit\u00e4tskonzepte). In weiterer Folge entpuppt sich so immer mehr der Kern hinter der Thematik, und zwar die Frage des Zugangs: wie kann man Zugang (zu etwas oder jemanden) erm\u00f6glichen? Innoviert man aus diesem Kern heraus, d.h. wir nehmen diese Fragestellung als Ausgangspunkt f\u00fcr Innovation, kann es zu einem v\u00f6llig neuen Verst\u00e4ndnis eines Automobilherstellers f\u00fchren. Er k\u00f6nnte z.B. versuchen, die bisher noch nicht realisierten und entstehen wollenden Potentiale in Bezug auf Zug\u00e4nglichkeit zu verstehen und von innen heraus zu entwickeln. So k\u00f6nnte er schon proaktiv f\u00fcr noch nicht gedachte Needs produzieren, neue Nischen definieren und neue Business-Modelle entwickeln. Im Kern w\u00fcrde er trotzdem immer noch Mobilit\u00e4t und Zugang anbieten, jedoch in v\u00f6llig neuen Formen, Formaten, Services, Technologien und Realisierungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Priorit\u00e4t von Purpose (\u201cwhy\u201d) und Meaning (\u201cwhat\u201d)<\/h2>\n\n\n\n<p>Dieser Punkt steht in einem engen Zusammenhang mit folgender Frage: Wie k\u00f6nnen Organisationen neue Bedeutung(-sr\u00e4ume) und neue Ziele, Zwecke schaffen? Im Gegensatz zu klassischen Innovationsans\u00e4tzen geht es bei emergenter Innovation, bei leap, nicht um die Verbesserung von Funktionalit\u00e4ten oder etwa materiellen Eigenschaften. Vielmehr handelt es sich dabei um aus der Zukunft und aus dem Kern, aus dem innersten Potential, gedachten Bedeutungsr\u00e4umen, die zu neuen Zwecken f\u00fchren. Das funktioniert auch vice versa. Wichtig dabei ist auch der Fokus darauf, dass sowohl Bedeutung als auch Ziel und Zweckgerichtetheit \u201centstehen wollen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage nach dem \u201cwie\u201d bezieht sich auf die Funktion, auf die Wirkungsweisen, auf das \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild eines Innovationsobjekts. Wie die Abbildung zeigt, kommt hier das \u201cwie\u201d erst ganz am Ende \u2013 im Gegensatz zu klassischen Ans\u00e4tzen, die das \u201cwie\u201d meist als Ausgangspunkt nehmen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sich der Realit\u00e4t aussetzen und eintauchen<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu den meisten klassischen Innovationsans\u00e4tzen und Kreativit\u00e4tstechniken wie Design Thinking oder Brainstorming l\u00e4sst sich der Prozess der Emergenten Innovation sehr stark von der Realit\u00e4t beziehungsweise vom jeweiligen Innovationsgegenstand leiten. Im Vordergrund steht hier nicht prim\u00e4re das Aufzwingen einer kreativen Idee auf die Realit\u00e4t, sondern die \u201cUnterwerfung\u201c an die entstehen wollenden Potentiale. Diese gilt es zu identifizieren, kultivieren und zu entwickeln. Das ist mitunter einer der Hauptgr\u00fcnde, warum die so entstehenden Innovationen nachhaltig und florierend sind. Details dazu finden sich zum Nachlesen im Blogpost \u201cStrategien der Innovation\u201d.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Innovation setzt auch pers\u00f6nliche Ver\u00e4nderung voraus<\/h2>\n\n\n\n<p>Emergente Innovation bzw. leap kann nicht abstrakt oder nach Rezept ausgef\u00fchrt werden. Sie bedarf immer auch eines pers\u00f6nlichen Engagements und einer individuellen Ver\u00e4nderung der eigenen Denk- und Wahrnehmungsmuster bzw. der eigenen Haltungen und Mindsets. Dies ist zwingend Voraussetzung daf\u00fcr, Neues \u00fcberhaupt zu denken oder hervorzubringen. Mehr Informationen dazu finden Sie im Blogpost \u201cHindernisse in der Innovationsarbeit\u201d. Details zur Frage, was Innovation eigentlich ist, finden Sie hier: \u201eStrategien der Innovation\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Weiterf\u00fchrende Literatur<\/h3>\n\n\n\n<h2>Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich hier:<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Design_Thinking\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Design_Thinking<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/hpi-academy.de\/design-thinking\/was-ist-design-thinking.html\">https:\/\/hpi-academy.de\/design-thinking\/was-ist-design-thinking.html<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Featured image: Nuno Antunes at Unsplash<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Info-Box: Design Thinking basiert auf der Annahme, dass Probleme besser gel\u00f6st werden k\u00f6nnen, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem die Kreativit\u00e4t f\u00f6rdernden Umfeld zusammenarbeiten, gemeinsam eine Fragestellung entwickeln, die Bed\u00fcrfnisse und Motivationen von Menschen ber\u00fccksichtigen und dann Konzepte entwickeln, die mehrfach gepr\u00fcft werden. 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